Überlegener Auswärtserfolg bei ersatzgeschwächten Menzingern

SV Menzingen – FC Östringen II 1:4 (0:4)

Schon nach der ersten Hälfte durfte Östringen 2 als Gast des SV Menzingen den fast schon gesicherten dritten Auswärtssieg feiern, zumal Menzingen einige Spieler seiner AH reaktivieren musste. Daher sollte man diese drei Punkte nicht allzu hoch hängen. Trotz dieses Umstandes nahm man die Angelegenheit zumindest in den ersten 45 Minuten sehr ernst und kam auch in regelmäßigen Abständen zu Torerfolgen. Schon nach vier Minuten führte eine Dreierkombination über Philipp Hermann, Sydney Wystrach und Philipp Leimenstoll zum 0:1. Auf den letzten Drücker konnte Leimenstoll im Fallen den Ball gegen die Laufrichtung des TW über die Linie bugsieren. In der 14. Minute gelangte eine Bogenlampe von Perparim Feta zu Leimenstoll, der per Direktabnahme seinen zweiten Treffer zum 0:2 erhöhte.

Schon in der 19. Minute erbrachte eine Ecke von Christian Gerich das 0:3. Wiederum war Leimenstoll mit einem Kopfball zum 0:3 erfolgreich, womit ihm ein lupenreiner Hattrick gelang. Fünf Minuten später lief Wystrach auf der linken Seite seinem Gegenspieler davon. Seine Flanke indessen zielte Feta mit dem Kopf zu genau an den rechten Pfosten. In der 35. Minute setzte Wystrach das nächste Ausrufezeichen, als er wieder allein auf den Torhüter zulief, doch sein Abschluss geriet nur ganz knapp neben den rechten Pfosten. Zwei Zeigerumdrehungen später umspielte Leimenstoll drei Verteidiger der Heimelf. Sein Querpass konnte Tim Koch, in der Mitte wartend, zum 0:4 Halbzeitergebnis nicht verfehlen. Zwischen den einzelnen erfolgreichen Torabschlüssen vergaben die Blauweißen, wie schon so oft,

weitere erfolgversprechende Gelegenheiten. Als Spielleiter Justin Krimmel, der mit der äußerst fairen Begegnung keinerlei Probleme hatte, zu den zweiten 45 Minuten anpfiff, sollte sich die überlegene Spielweise der ersten Hälfte nicht fortsetzen.

Das Trainerteam um Antonio Sallustio hatte davor gewarnt, sich von der hohen Pausenführung verleiten zu lassen. Und dennoch vernachlässigte man das vorherige konsequente Flügelspiel. Viele Aktionen waren dadurch nicht mehr zielführend und es schlichen sich Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten ein. Durch Aus- und Einwechslungen verlor die Partie des Gastes folgerichtig ihre Balance und Stabilität.

Nichtsdestotrotz waren weitere Chancen gegeben: Mit mehr Sorgfalt und Übersicht hätte die Reserve des FCÖ etwas für ihr positiveres Torverhältnis tun können. Vielleicht hätte man die zahlreichen Wechsel erst Mitte der zweiten Hälfte vornehmen sollen, um wieder in die Spieldynamik von Halbzeit Eins zu kommen. Doch das soll nicht die Hauptursache bei der schwachen Vorstellung in den zweiten 45

Minuten gewesen sein. Resultat dieser unbefriedigenden Vorstellung war dann typischerweise der Ehrentreffer für die Heimelf zum 1:4, gewesen, als ein doppelter Abwehrfehler den Gesamteindruck noch etwas trübte (R.J./E.O.)

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