FC Östringen II – FC Flehingen 2:2 (1:0)
An Allerseelen traf der FC Flehingen als Spitzenreiter der Kreisliga Bruchsal bei nasskaltem Wetter auf eine verunsicherte Östringer Mannschaft, die zuletzt sechsmal in Folge keine Punkte auf ihre Habenseite hat schreiben können. Trotz Novembertrauerstimmung sollte sich eine Partie entwickeln, die bei den Zuschauern am Ende eine emotional gemischte Gefühlslage hinterließ. Von der ersten Minute an zeigten sich die Flehinger spieltechnisch besser, ließen Ball und Gegner laufen, während sich der Gastgeber auf Abwehraufgaben einstellen musste. Doch ein erstes Ausrufezeichen durfte das Heimteam setzen: In der 10. Minute sahen die Zuschauer, die in der Nähe des Flehinger Tores standen, das Spielgerät mit vollem Umfang hinter der Torlinie: Da sich der Linienrichter zu weit weg vom Tor befand, konnte er den Treffer zum Entsetzen der Blauweißen nicht bestätigen. Weiterhin bot der Gastgeber immer wieder energischen Widerstand gegen die Flehinger ngriffswellen.
Doch ergaben sich hieraus keine klaren Chancen. Auf der Gegenseite führte in der 34. Minute ein grober Abwehrschnitzer der Gäste zur 1:0 Führung. Florian Beil war der überraschte Nutznießer, der den Ball auf Sydney Wystrach gerade noch so
weiterleiten konnte. Dank seiner Schnelligkeit enteilte dieser seinem Gegenspieler und Östringen konnte endlich wieder in Führung gehen. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen Jens Nagel hatte Beil noch eine Riesenmöglichkeit, als er frei vor dem Flehinger Gehäuse auftauchte. Eine 2:0 Führung hätte zur Halbzeit das Nervenkostüm auf dem Waldbuckel etwas beruhigen können. Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm der Flehinger Druck auf das Tor von Maximilian Hohlweck beständig zu. Das Heimteam wurde mehr und mehr in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Nur mit robustem Dazwischengehen und kompromisslosem Klären gefährlicher Situationen konnte man sich schadlos halten. Und trotzdem gelang in der 66. Minute ein toller Spielzug über Christian Gerich, der den auf der rechten Seite freigelaufenen Beil in Szene setzte. Sein Zuspiel auf den in der Mitte wartenden Philipp Leimenstoll hätte das sicher geglaubte 2:0 werden können, wenn dieser sich nicht noch einmal den Ball zurechtlegen wollte und sich damit dieser Möglichkeit beraubte. Drei Minuten später durfte sich derselbe Spieler sein Torerlebnis trotzdem holen. Patrik Göbels Zuspiel nahm dieser auf, sein Schuss konnte der Torhüter nicht richtig klären. Im Nachsetzen fiel das vermeintlich erlösende 2:0. Fünf Minuten später konnte Hohlweck einen Freistoß in der 71. Minute nicht festhalten. Den Abpraller zum 2:1 Anschlusstreffer fiel durch einen Gästestürmer, der während der Ausführung schon im Abseits stand, eigentlich ein irregulärer Treffer. Nach dieser Aktion warf Flehingen alles nach vorne. Nach mehrfachen befreiungsversuchen hatte ein Flehinger Stürmer viel Platz, um den umjubelten 2:2 Ausgleich zu erzielen. Insgesamt bot Östringen dem Spitzenreiter häufig Paroli und hätte bei etwas mehr Fortune alle drei Punkte auf heimischem Geläuf behalten (R.J./E.O.)