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Trainingslager - Betis Sevilla 2012

Trainingslager - Betis Sevilla 2012

BERICHT VON HOMEPAGE REAL BETIS SEVILLA

Seit dem 27. Juli weilt der spanische Erstligist Betis Sevilla zum Trainingslager beim FCÖ. Fotos etc. vom Trainingslager Betis in Östringen siehe auch unter nachstehender Datei.

Hier nachfolgend eine Story mit Hauptdarstellerbeteiligung unseres Spielers der 2. Mannschaft, Ignazio Taranto, die auf der offiziellen Homepage von Betis Sevilla veröffentlicht wurde:

Eine Leidenschaft, die über die Grenzen des Vorstellbaren reicht. Von Ignacio und Antonio, zwei Betis Sevilla Anhängern, die in Östringen wohnhaft sind.



10:03 Uhr Sonntagmorgen des 29. Juli. Die erste Mannschaft von Real Betis, die sich seit Freitag in Bad Schönborn in Deutschland aufhält, bestreitet ein Vorbereitungstraining in Östringen, wo die grünweiße Truppe ihr Trainingslager aufgeschlagen hat. In den vergangenen Tagen hat man sich daran gewöhnt, dass die deutschen Zuschauer, die sich dem Trainingslager näherten, umherliefen, um sorgfälltig die Trainingseinheiten von Betis zu beobachten. Doch wie es in jedem Bereich passieren kann, hat das Leben Überraschungen parat, wenn man es am Wenigsten erwartet, wie die Geschichte von Ignacio und Antonio zeigt, zwei Betis Fans mit Wohnsitz in Östringen, deren Geschichte das Gefühl für Betis bei Weitem übersteigt, trotz der Entfernung zwischen Sevilla und der kleinen Stadt im Südwesten Deutschlands.


Der 47 Jahre alte Antonio, Betis-Fan von Geburt an, wurde in Sevilla geboren, von wo es ihn nach Deutschland im Alter von 7 Jahren verschlug. Weil sein Vater, um Arbeit zu finden, auswandern musste, hat unser Protagonist nicht die Leidenschaft vergessen, die das Betis-Gefühl auslöst. Wie er die Bedeutung von Respekt und Liebe für die Real Betis-Farben seit seiner Kindheit bekundet, bekennt er sich als glühender Verehrer des Fußballspiels von Beñat (Etxebarria), indem er seinem Traum zum Ausdruck bringt, den der Besuch von Betis in seiner Gemeinde bei ihm auslöst: „ Als ich erfuhr, dass Betis hier ein Trainingslager ausrichten würde, fand ich das gut und ich freute mich sehr“. Dieser aktive Betis-Fan wird sich bequemen, einige Vorbereitungsspiele anzuschauen wie zum Besuch der TSG 1899 Hoffenheim. Obwohl es unmöglich ist, jedesmal im Stadion „Benito Villamarin“ persönlich in jedem Ligaspiel zugegen zu sein, fiebert Antonio mit jedem Spiel unter Trainer Pepe Mel mit: „ In jedem Spiel der Liga treffen sich etwa 15 Spanier, alle von Betis, um es über Internet oder Digital Plus zu verfolgen“. Sein nächstes Ziel ist es, den Traum seines Sohnes Miguel zu erfüllen, der noch nie das grünweiße Stadion besucht hat: „ Seit 7 Jahren sind wir nicht mehr nach Spanien gefahren. Er sieht sich gern die Spiele von Barcelona und Real Madrid an, aber er ist von Betis! Wenn wir gegen Messi oder Cristiano Ronaldo spielen, werden wir versuchen, nach Sevilla zu fahren, damit er das Spiel und den Geist von Betis erlebt.“ Auch Antonio, der den Respekt spürt, den die spanische Liga in Deutschland erfährt, sagt für die nächste Saison voraus: „ Wir werden unter den besten 10 Mannschaft landen.“ Er trägt ein Trikot von Real Betis, das er wie eine Reliquie aufbewahrt und das einen Teil seines geliebten grünweißen Schatzes darstellt, über den er gewissenhaft über die Jahre hinweg wacht.

Antonio zählt auf die Gesellschaft seines Neffen Ignacio, der 27 Jahre alt ist und sich schon als Betis Anhänger bezeichnete, als er in Östringen das Licht der Welt erblickte. Das Gefühl, das für „Real Betis Balompié“ entsteht, verdeutlicht Ignacios emotionale Anteilnahme: „Schon von klein auf bin ich für Betis gewesen. Meine deutschen Freunde verstehen nicht, wieso ich für Betis bin, wo ich doch von hier bin, aber sie kennen nicht die große Geschichte, die unser Team hat. Normal wäre es, für Madrid oder Barcelona zu sein, aber ich bevorzuge Betis.“ Dieser grünweiße Fan erinnert sich, genau wie sein Onkel, sehr gerne an seine Reisen nach Sevilla: „Ich bin schon einige Male im Stadion „Benito Villamarin“ gewesen, obwohl ich schon 11 Jahre nicht mehr in Sevilla gewesen bin. Wie bei den Ausführungen seines Onkels erfreut sich Ignacio am Spiel von Beñat, das er in jedem Ligaspiel über das Internet sieht. Die Begeisterung drückt sich im Gesicht von Antonio aus, wenn er über Real Betis spricht: „ Als ich erfuhr, dass Betis nach Östringen kommen würde, fühlte ich mich glücklicher als ein Kind, das an Weihnachten Geschenke erhält. Ich habe viele Dinge von Betis: Geldbeutel, Vereinswappen, T-Shirts und viele andere Sachen.“ Schließlich hat Ignacio die Vorahnung, dass die nächste Saison „schwierig sein wird. Wir haben eine junge Mannschaft, aber wir werden uns ohne Probleme retten.“

Die Protagonisten dieser Geschichte verabschieden sich vom Training, indem sie Unterschriften von ihren Idolen einholten und sich besonders dem Spieler Rafael Gordillo widmeten, dessen Anwesenheit Antonio „als einen Traum“ betrachtet. Wie eine Gliederkette, die Hoffnung gibt, den Namen von Betis weiter zu tragen, entsprechen Antonio wie auch Ignacio genau diesem Profil. Sie zweifeln nicht daran, dass man die Leidenschaft, die durch ihre Vorväter eingeimpft worden sind, bewahrt und geschützt werden. Dies ist eine Geschichte von Generationen, die wieder einmal zeigt, dass diese Leidenschaft sich über Grenzen hinweg weiter trägt.

Vielen Dank an unseren Jugendleiter Reinhard Jung sowie seinen Sohn und FCÖ-Aktiven Arne Jung für die freie Übersetzung ins Deutsche. Original in spansicher Sprache siehe unter folgendem Link.

Veröffentlicht am 29.07.2012


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